Dick und Rick Hoyt sind ein Vater-und-Sohn-Team aus Massachusetts, die zusammen ständig an Marathon und Triathlon-Rennen teilnehmen.
Das Bemerkenswerte dabei: Rick kann weder laufen noch reden.
Dick ist vor kurzem als Oberstleutnant der Air National Guard pensioniert worden. Sein Sohn Rick wurde 1962 mit spastischer Querschnittslähmung und Zerebralparese geboren, nachdem sich seine Nabelschnur im Mutterleib um seinen Hals wickelte.
Obwohl die Ärzte seine Eltern keine Hoffnung machten, gaben diese die Hoffnung nie auf. Mit 12 Jahren entwickelten Ingenieure von der Tufts University für Rick einen speziellen Computer, über den er mit seiner Umwelt kommunizieren kann, indem er den Kopf bewegt.
Seine ersten Worte waren “Go Bruins” und so erfuhr seine Familie, daß er ein Sportfan ist.
Rick hat einen Collegeabschluß der Boston University in Special Education (im deutschen etwa Sonderschullehrer).
Nach einem Wohltätigkeitslauf 1975, bei dem Dick seinen Sohn im Rollstuhl 5 Meilen schob, vertraute Rick ihm an, daß er sich nicht behindert fühlt, wenn er an Wettkämpfen teilnimmt. Das war der Anfang von Team Hoyt.
Bei Triathlon-Wettbewerben zieht Dick während des Schwimmens ein Boot mit Rick, beim Radfahren sitzt Rick vorne in einem Spezialsitz vor dem Lenker und beim Laufen schiebt Dick den Rollstuhl vor sich her.
In einem Artikel auf ihrer Webseite Team Hoyt äußert sich Rick dazu, was dieses Teilnehmen an den Wettkämpfen für ihn und seine Familie bedeutet:
” What I mean when I say I feel like I am not handicapped when competing is that I am just like the other athletes, ……. (Text auf der Webseite)
Übersetzt heißt es etwa:
” Was ich meine, wenn ich sage, ich fühle mich nicht behindert, wenn ich an Wettkämpfen teilnehme, ist das ich genauso wie die anderen Athleten bin, und ich denke, die anderen Athleten fühlen genauso. Am Anfang wollte niemand zu mir kommen. Aber nach ein paar Rennen kamen einige Athleten vorbei und sprachen mit mir. In den frühen Tagen hatte ein Läufer, Pete Wisnewski, eine Wette mit mir bei jedem Rennen, wer wen schlägt. Der Verlierer mußte die Startnummer des Gewinners in seinem Schlafzimmer bis zum nächsten Rennen aufhängen. Jetzt kommen viele Athleten vor dem Rennen oder Triathlon bei mir vorbei, um mir Glück zu wünschen”
Der Bericht auf der Webseite ist noch viel länger und erzählt auch von den anfänglichen Schwierigkeiten, akzeptiert zu werden.
Die Hoyts kämpfen für eine stärkere Integration von Behinderten in das Alltagsleben. Zu diesem Zweck haben sie eine Stiftung gegründet.
Außerdem treten sie als Redner bei Veranstaltungen auf.
Via Growabrain